Drachenfliegen - Gleitschirmfliegen
Der
Drachen Das Gleitsegel Sicherheit
Ausbildung Gelände Sicherheit
Flugsport für alle
Die noch jungen Luftsportarten Drachen- und Gleitschirmfliegen erfreuen sich großer
Beliebtheit. Etwa 30.000 Piloten üben den Sport aktiv aus. Der Reiz dieser Sportarten
liegt in der Verwirklichung des uralten Menschheitstraums des vogelfreien Fluges, in
seiner technischen Einfachheit und Mobilität der Fluggeräte und in der
Flugplatzunabhängigkeit.
Die geniale Erfindung des Amerikaners Francis Rogallo 1948 bestand eigentlich nur
darin, daß er drei Stangen durch ein Segel fächerförmig verbunden hat,
auseinandergespreizt durch eine vierte Querstange. Dieser "Rogallo-Gleiter"
wurde zum Urvater für alle späteren Hängegleiter, wie die Drachen in der
Behördensprache heißen und in ihrer bemannten Form in den 60-er Jahren erstmals
abgehoben haben.
Heue gebaut aus Aluminiumrohren, Edelstahlseilen und Kunststoffsegeln
wiegt ein solcher Drachen zwischen 20 und 40 kg und weist eine Segelfläche zwischen 13
und 17 qm auf.
Gesteuert wird der Drachen durch Schwerpunktverlagerung mit Hilfe eines Steuerbügels. Der
Pilot ist unter der Segelfläche im sogenannten Gurtzeug liegend, aufgehängt. In dieser
strömungsgünstigen Position erbringen heutige Geräte eine Gleitleistung von ca. 1 : 12,
das heißt, daß der Drachen bei einem Höhenunterschied von 1000 m bis zu 12 km
zurücklegen kann.
Neuere Drachen haben keinen Turm mehr, daher erreichen diese Geräte eine
Gleitzahl von 14-16.
Die aktuelle Entwicklung geht zu Starrflüglern deren tragende Struktur aus
einem Carbonholm, der mit Dracon (Segeltuch) bespannt ist, besteht.
Gesteuert werden diese Starrflügler über Spoiler oder Querruder.
Die Gleitzahl dieser Geräte geht bis 18 (nach Herstellerangabe bis ca. 20)
Kosten für die Grundausrüstung (in
EUR):
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Drachenfliegen
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neu
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gebraucht (guter
Zustand)
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Drachen (mit
Turm)
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2000-5000
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2000
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Drachen (ohne
Turm)
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4000-6000
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?
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Starrflügler
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8000-10000
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?
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Gurtzeug
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250-1000
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150-400
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Rettungsschirm
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500
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sollte neu gekauft werden
(Sicherheit)
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Helm
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150
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sollte neu gekauft werden
(Sicherheit)
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empf. Zusatzausrüstung:
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Flugschuhe
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170
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---
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Vario+Höhenmesser
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200-1000
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100 - 200
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1974 propagierte der Amerikaner Dan Pointer in einem Lehrbuch das
"Parasailing". 1978 wurden zwei Franzosen bekannt, als sie mit
Flächensprungschirmen Fußstartversuche durchführten. Seit 1987 ist das Gleitsegeln in
Deutschland vom Bundesminister für Verkehr genehmigt. Heutige Gleitsegel sind elliptische
Tragflächen von 20 bis 30 qm, deren Kammern im Flug durch Staudruckluft gefüllt und
versteift werden. Verbunden ist der Pilot mit dem Gleitsegel durch die von der
Segelunterseite herablaufenden Fangleinen und das Gurtzeug.
Das Gleitsegel wird normalerweise durch eine rechte und linke Steuerleine, die das
Gleitsegel einseitig abbremsen, gesteuert. Gleichzeitige Betätigung beider Steuerleinen
vermindert die Fluggeschwindigkeit. Die Gleitleistung moderner Gleitsegel liegt bei ca. 1
: 7.

Start mit dem Gleitschirm (Animation 145kb; Quelle:
1.Parafly Club Schwaben)
Kosten für die Grundausrüstung (in
EUR):
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Gleitschirmfliegen
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neu
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gebraucht(guter
Zustand)
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Gleitschirm
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2000-4000
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1000
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Gurtzeug
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250-600
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200
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Rettungsschirm
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500
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sollte neu gekauft werden(Sicherheit)
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Helm
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150
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sollte neu gekauft werden(Sicherheit)
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empf. Zusatzausrüstung:
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Flugschuhe
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170
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Vario+Höhenmesser
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200-1000
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100 - 200
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Wie bei den anderen Luftsportarten braucht ein Drachen- oder Gleitsegelpilot in
Deutschland einen staatlichen Luftfahrerschein, der vom DHV, zunächst beschränkt, nach
entsprechender Fortbildung dann unbeschränkt, erteilt wird (Mindestalter ist 16 Jahre mit
Einwilligung der Eltern, in Ausnahmefällen 15 Jahre. Allgemeine Fitneß ist erforderlich,
ein fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis ist nicht vorgeschrieben). Darauf aufbauend
gibt es noch die Möglichkeit, besondere Berechtigungen zu den Luftfahrerscheinen zu
erlangen, z.B. für Schleppstarts und Passagierfliegen. Mit dem unbeschränkten
Luftfahrerschein sind Überlandflüge über weite Entfernungen erlaubt.
Die theoretische und praktische Ausbildung erfolgt in speziell zugelassenen
Luftfahrerschulen, gegenwärtig etwa 200 in Deutschland. Die drei Ausbildungsabschnitte
(Anfängerausbildung, dann Ausbildung zum beschränkten Luftfahrerschein und abschließend
zum unbeschränkten ) beanspruchen eine durchschnittliche Ausbildungszeit von jeweils 1 -
2 Wochen und schließen mit einer Prüfung ab.
Die Kosten der Ausbildung belaufen sich auf etwa 2000 DM, wobei der Flugschüler darauf
achten muß, sich nur einer zugelassenen Luftfahrerschule anzuvertrauen. Solche
Flugschulen werden von geprüften Fluglehrern betrieben, die ihre Lehrbefähigung in einer
aufwendigen Fluglehrerausbildung erworben habe und in Fortbildungslehrgängen immer wieder
auffrischen müssen.
Start und Landung erfolgt in Deutschland auf Fluggeländen, die vom DHV zugelassen
werden. Der regionale Schwerpunkt für den Gleitschirm- und Drachenflugsport lag zunächst
im Alpenraum. Mit Verbesserung der Flugleistung der Geräte haben sich weitere
Schwerpunkte in den deutschen Mittelgebirgen entwickelt und seit dem Einsatz von
Schleppwinden auch im Flachland.
Großgeschrieben wird - wie bei jeder Luftsportart - die Flugsicherheit. Gerade weil
Drachenfliegen und Gleitsegeln junge Sportarten sind und liberal geregelt wurden, stehen
Selbstdisziplin und Beachtung der Sicherheitsvorschriften im Vordergrund.
Kernstück der Sicherheit sind ein zugelassenes Fluggerät "mit Gütesiegel",
geeignete persönliche Ausrüstung und eine ordnungsgemäße Pilotenausbildung.
Wegen eventueller Notfälle ist vorgeschrieben, ein Rettungsgerät mitzuführen, das aus
einem speziell zugelassenen Fallschirm besteht.
Wenn dann noch die allgemeinen Sicherheitsgrundsätze wie Flugvorbereitung,
Betriebsgrenzen, Ausweichregeln, Lufträume etc. beachtet werden, steht einem sicheren
Flugbetrieb nichts im Weg.
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